Hauptmenü
Sonstiges
„Alles pfui und Haue"
Ein Welpe versteht die Welt nicht mehr
5.30 Uhr Aufgestanden und großes Strecken gemacht. Allein sein ist nicht schön. In Garten gegangen, Rosenstrauch beschnuppert, roch sehr fein, Beinchen gehoben.
6.00 Uhr Küche gegangen, Futternapf umgestoßen, laut geheult, alles pitschpatschnaß, heulen und naß machen, pfui, Haue gekriegt.
6.30 Uhr Wieder geheult, in Küche gegangen, rumgeschnuppert, rausgeflogen. Küche ist pfui, Haue gekriegt.
7.00 Uhr In Wohnzimmer gewesen, Teppichfransen angeknabbert, rausgeflogen. Haue gekriegt, Wohnzimmer ist auch pfui.
8.00 Uhr kleine Pfütze gemacht. Schnauze eingetunkt. Wieder Pfui, sehr geschämt.
8.30 Uhr Schuh genommen, damit gespielt, zerbissen. Haue gekriegt. Schuhe nehmen ist pfui.
9.00 Uhr Buch vom Couchtisch gezogen, feine Spieljagd gemacht bis ganz kleine Schnipsel. Pfui und natürlich Haue gekriegt.
9.30 Uhr Sehr langweilig für 4 Monate altes Hundebaby. Nachgedacht. Auf Couch gehopst und auf Seidenkissen gekuschelt. Mama vermisst. Warum ist sie nicht mehr da?
Plötzlich runtergeschmissen, rausgeflogen, mal keine Haue gekriegt, aber pfui.
Wenn alles pfui, warum bin ich dann nur auf der Welt?
Warum hat mich dieses Frauchen ihrem Mann geschenkt?
Wie fotografiere ich meinen Welpen?
Zehn Bitten eines Hundes an den Menschen
Wisse: wie immer an mir gehandelt wird – ich vergesse es nie!
Bedenke, eh du mich schlägst, dass meine Kiefer mit Leichtigkeit die Knöchelchen deiner Hand zu zerquetschen vermöchten – dass ich aber keinen Gebrauch von ihnen mache.
Eh du mich bei der Arbeit unwillig schillst, bockig oder faul, bedenke: vielleicht plagt mich ungeeignetes Futter vielleicht war ich zulange der Sonne ausgesetzt oder habe ein verbrauchtes Herz. –
Kümmere Dich um mich, wenn ich alt werde – auch Du wirst einmal alt sein!
Geh jeden schweren Gang mit mir! Sage nie: „ich kann so was nicht sehn" oder „es soll in meiner Abwesenheit geschehen". Alles ist leichter für mich mit dir.
FF-Feuerwehrfrust
Aufgewacht mit schweren Schädel –
grad noch geträumt von einem Mädel -,
der Piepser singt das Lied vom Brand.
„Zwei" zeigt die Uhr dort an der Wand.
Raus, ins kalte Auto rein;
frostig ist´s, es wird bald schnei´n.
Im Eis auf der Scheibe nur ein Schlitz,
eiskalt ist der Fahrersitz.
Motor blubbert, kommt in Gang,
kriegt schnell jenen hohen Klang,
den man vom Nürburgring her kennt
und den man „höhertourig" nennt.
Reifen quietschen schon beim Start,
Kurventechnik: herzlich / hart,
„Ideallinie" nehmen, gradaus –
da ist auch schon das „Spritzenhaus".
Klar, jetzt ist der Motor warm,
die Scheibe frei und –
Fehlalarm!
Ein „Bürger" tat den Melder drücken,
um dann fröhlich abzurücken.
Erwischen müsst man diesen Knaben,
um ihm – die Meinung mal zu sagen.