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Sonstiges
Die Entstehung
Das Ministerium für Inneres und für Sport des Landes Rheinland-Pfalz hat die Bedeutung von Rettungshundestaffeln frühzeitig erkannt und schon im Jahre 1974 die Aufstellung von Rettungshundeeinheiten bei verschiedenen Gemeindefeuerwehren gefördert und ihre Finanzierung übernommen.
So wurde 1979 die Rettungshundestaffel 4 des Landes in der Stadt Frankenthal (Pfalz) ins Leben gerufen.
Aus Gründen des europäischen Zusammenschluss wurden die Rettungshundestaffeln am 18. Dezember 2000 in Feuerwehr Facheinheiten "Rettungshunde - Ortungstechnik" kurz "RHOT" umbenannt.
Zur Zeit bestehen im Land Rheinland-Pfalz 7 Feuerwehr Facheinheiten RHOT. Diese sind stationiert in:
1. Hamm an der Sieg
2. Lahnstein
3. Hennweiler
4. Frankenthal (Pfalz)
5. Trier
6. Zweibrücken
7. Landkreis südliche Weinstraße
Jeder Einheit gehören mindestens 6 ausgebildete Rettungshundeführer an, worunter sich auch viele weibliche Hundeführer befinden.
Historik der Rettungshundestaffel 4 Frankenthal (Pfalz)
Am 07.Juni 1978 stellte das Ministerium für Inneres und Sport die erste Anfrage bei der Stadtverwaltung Frankenthal, ob eine Aufstellung der Rettungshundestaffel möglich wäre. Die neue Staffel sollte der Freiwilligen Feuerwehr unterstellt werden. Vier Hundeführer aus Frankenthal erklärten sich bereit die neue „RHS 4 Frankenthal“ ins Leben zu rufen. Roland Striebinger übernahm als erster Staffelführer am 09. August 1978 die Leitung der Gruppe. Roland Striebinger aus Frankenthal war auch der erste
Landesbeauftragte. Im gleichen Jahr begannen die ersten Hunde ihre Prüfungen abzulegen.
Am 25. Oktober 1981 wurde bei einer Gasexplosion in Mannheim zum ersten Mal drei Hundeführer aus Frankenthal zum Einsatz gerufen. In den Trümmern eines fünfstöckigen Hauses konnten leider keine verschütteten Personen gerettet werden. Nur 3 Tage später am 28. Oktober 1981 fand im Frankenthaler Vorort Studernheim eine weitere Gasexplosion statt. Auch hier wurde die Hundestaffel eingesetzt.
Im Oktober 1982 (zur 125 Jahr Feier der Feuerwehr Frankenthal) wurde das Gelände der ehemaligen Zuckerfabrik Schauplatz des Rettungshundepokalkampfes (dieser wird heutzutage nicht weiter fortgeführt).
Am 16. Dezember 1983 erschütterte eine weitere Gasexplosion Frankenthal. Auch hier waren die Hunde im Explosionsgebiet.
Die Einsatzzahlen in diesen Jahren schwankten zwischen 4 und 5 pro Jahr. An einer Vermisstensuche im Jahr 1985, die tagelang durch die Medien ging, waren alle Rettungshundestaffeln des Landes beteiligt. Der damals 6 jährige Sven Holstein-Messingschlagen, der bis heute verschwunden ist, wurde über
Tage gesucht.
Beim schweren Erdbeben am 21. September 1985 in Mexiko wurden Uwe Bollinger und Hans – Hubert Werling in das Einsatzgebiet gerufen. Insgesamt wurden dort 24 Lebende geortet und gerettet. Am 22.09.1985 kamen die Hundeführer mit ihren Hunden zurück.
Im Laufe der Jahre wurde die Ausrüstung der Staffeln erweitert. So bekamen wir 1983 das erste Rettungshundefahrzeug, ein VW LT 28. 1998 folgte das zweite Fahrzeug, ein Mercedes Sprinter. Beide sind heute noch im Einsatz.
Übungen und Ausbildung wurden intensiviert. Um den Hunden ideale Einsatzplätze zu bieten, wurde das Training von lokale Übungsstätten auf das Land erweitert.
So wird in regelmäßigen Abständen auf den unterschiedlichsten Orten wie zum Beispiel bei der BVS Schule Birkenfeld, Katastrophenschutzschule Annweiler und Burg an der Mosel und vielen weiteren Orten geübt.
Hans-Hubert Werling übernahm am 29.07.1987 die Leitung der Staffel. Stellvertreter wurde Bernhard Hollschuh.
1988 flog Hans- Hubert Werling in das Erdbebengebiet nach Armenien. Bernhard Hollschuh fuhr 1992 nach einem Erdbeben in die Türkei. 1999 erschütterte ein weiteres Erdbeben die Türkei. Helga Bibinger und
Mario Hollschuh aus Frankenthal wurden in das Erdbebengebiet geschickt.
Durch die vielen Einsätze nahm der Bekanntheitsgrad der Staffel zu. Heute haben wir durchschnittlich zwischen 30 und 40 Einsätze pro Jahr. Neben Trümmer-, Vermissten- und Vermisstensuche nach Verkehrsunfällen hat die Rettungshundestaffel 4 Frankenthal eine weitere Besonderheit: die Wassersuche.
Seit 1993 werden die Hunde in diesem Teilgebiet weitergebildet. Vor allem im Sommer wird von dieser Art der Suche oft Gebrauch gemacht. Circa die Hälfte aller Einsätze während der Badesaison bestehen aus Wassersuchen.
Die Aufgabe der Hunde hierbei ist die Ortung von Ertrunkenen. Die erste Wassersuche war am 24.07.1994 in Lambsheim.
Hans- Hubert Werling trat 1995 als Staffelführer zurück. Er ist bis heute aktives Mitglied der Hundestaffel. Bernhard Hollschuh übernahm die Staffelführung, Stellvertreterin wurde Helga Bibinger.
Die Einsatzzahlen sind in den letzten Jahren stetig gewachsen. Auch die Wassersuche wird mittlerweile Rheinland-Pfalz weit eingesetzt.
Im November 2001 trat Bernhard Hollschuh die Staffelführung an Helga Bibinger ab.
Stellvertreter wurde Mario Hollschuh, der im Mai 2002 die Stellvertretung an Herbert Philipps abtrat.
Das Team besteht zur Zeit aus sieben ausgebildeten Rettungshundeführern mit langjährigem Erfahrungsschatz und weiteren Kameraden in Ausbildung, die das Team in Kürze verstärken werden.